Push-Nachrichten aus dem Unternehmen
ALDI macht es schon lange und auch REWE hat ihn eingerichtet: Den WhatsApp-Newsletter. Wir kennen den Newsletter in der digitalen Welt eher von E-Mails. Man meldet sich auf einer Website an und bekommt von einem Unternehmen regelmäßig News ins Postfach. WhatsApp-Newsletter sind aus vielerlei Hinsicht interessant: Sie sind in wenigen Minuten geöffnet und WhatsApp hat (fast) jeder auf dem Handy. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die Funktion Newsletter über WhatsApp und warum Ihr Unternehmen davon profitieren kann.
Gute Gründe WhatsApp zu nutzen
- 2 Milliarden Nutzern und Nutzerinnen weltweit
- Kunden wünschen sich einfache Interaktion – In-Message Reply, um Fragen zu stellen
- Erhöhte Kundenengagement – Beispiel Carrefour 35 % höheres Engagement als über E-Mail
- Erhöht Kundenzufriedenheit – Beispiel BMW führt WhatsApp ein für Kundensupport
- Kosteneinsparung – WhatsApp Chatbot, Live-Chat entlasten das Call Center

Was ist ein WhatsApp-Newsletter?
Der WhatsApp-Newsletter ist eine werbliche Info-Nachrichten aus dem WhatsApp Business eines Unternehmens an seine Kunden und Kundinnen. Interessenten müssen sich für den Newsletter anmelden. Das sogenannte Opt-In – die Zustimmung für das Newsletter-Abo – kann u.a. innerhalb der Unterhaltung in WhatsApp selbst passieren. Die Einwilligung für die WhatsApp-Kommunikation kann auch über Ihre Website und das WhatsApp Consent Formular eingeholt werden.
Inhalte können u.a. sein:
- Produktempfehlungen (wie es beispielsweise ALDI Nord mit seinem WhatsApp-Prospekt macht)
- Aktionen und Rabatte
- Auf Kundeninteressen personalisierte Angebote
- Andere Neuigkeiten wie neue Blogbeiträge
Die Werbebotschaft kommt direkt auf das Smartphone des Abonnenten. Am Ende einer Nachricht gibt es häufig weiterführende Links bzw. einen Button zu einer Website bzw. Landingpage, auf der das Produkt verkauft wird oder der Blogbeitrag zu lesen ist.
Für das Versenden von WhatsApp-Newslettern braucht es den Zugang über die WhatsApp Business API. Mit der Software Roger365.io können Sie mit der Funktion „WhatsApp OUT“ WhatsApp-Nachrichten an einen Abonnenten-Kreis senden, anstatt nur auf eine eingehende WhatsApp-Nachrichten zu antworten.
Wenn Sie die Unterschiede der verschiedenen WhatsApp-Konten nachlesen möchten: WhatsApp Messenger, WhatsApp Business und WhatsApp Business API – der Vergleich.
Vorteile vom WhatsApp-Newsletter
Aber jetzt einmal zu den Unterschieden zwischen den beiden Newsletter-Arten via WhatsApp und via E-Mail. WhatsApp-Botschaften landen direkt in der Tasche des Abonnenten. Das mag bei der E-Mail auch so sein, nur ist WhatsApp DER Kommunikationskanal, der einfach immer und überall in Benutzung ist. WhatsApp ist eine der meistgenutzten Messaging-Apps weltweit und im privaten Gebrauch aller Generationen.
„WhatsApp und auch YouTube zählen zu den Anwendungen bzw. Plattformen, die am ehesten alle Generationen ansprechen. Selbst in der digital eher ferneren Nachkriegsgeneration nutzen etwa 6 von 10 WhatsApp und immerhin 3 von 10 YouTube.“ (Quelle: Digital Index 2023)
WhatsApp ist mit Abstand der Kanal mit der meisten Nutzung sozialer Netzwerke laut dem jährlichen Lagebild zur Digitalen Gesellschaft D21-Digital-Index: 80 % Nutzung von WhatsApp (Basis: Bevölkerung ab 14 Jahren; n=33.578 – S. 34/35).
| WhatsApp-Newsletter | E-Mail-Newsletter |
| Authentisch: Schnelle und direkte Kommunikation; höhere Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Nachrichten von den Kunden gesehen und gelesen werden -> über Push-Notifikation im Sperrbildschirm der Abonnenten | Überflutete Postfächer – Newsletter geht häufig unter; E-Mail-Adressen können auch Fake-Adressen sein, die nur für die Newsletter-Anmeldung genutzt werden. |
| Benutzerfreundlich: Kunden können sich leicht für Ihren WhatsApp-Newsletter anmelden START oder abmelden STOP Abonnent behält Kontrolle über Kommunikationspräferenzen | E-Mails landen häufig im Spam-Ordner; ggf. hoher Authentifizierungsaufwand – besonders wenn eine wenig genutzte E-Mail-Adresse genutzt wird. |
| Lesefreundlich: Kurze, lesefreundliche Nachrichten inkl. Links und Medien, klare Aufforderung, was zu tun ist | Häufig sehr lange Texte; genutzt für Storytelling, Produktbeschreibungen und komplexen Sachverhalt |
| Integriert: Mit einem Klick kann vom Nachrichten-Thread zum Anruf gewechselt werden | Für einen Anruf muss der Kanal von E-Mail auf Telefon gewechselt werden |
| Datenqualität: Identifizierung und Zuordnung der Abonnenten und deren Einwilligung über Integration mit CRM-System wie Microsoft Dynamics, Salesforce und Co | Fake-E-Mail-Adressen machen Zuordnung unmöglich; gleiche Datenqualität, wenn richtige E-Mail-Adresse und CRM-System vorhanden |
| Messbar: Höhere Öffnungsrate (90 %), da sie direkt auf dem Smartphone des Abonnenten landen und in einer App, die bereits privat viel in Gebrauch ist. | Niedrigere Öffnungsrate ca. 30 % Die genauen Zahlen können jedoch stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Qualität des Inhalts, der Häufigkeit der Versendung und der Zustimmung der Abonnenten |
| Umsatzstark: Höhere Conversion Rate (45 %) | Niedrigere Conversion Rate 3 % Auch hier hängen die Zahlen stark von den Produkten, Services und der Qualität der Landingpage und z. B. des Kaufprozesses ab. |
| Vertraulich: es findet eine persönliche Interaktion statt; stärkt Kundenbeziehung, auf „Du“ mit dem Kunden; lockere Kommunikation spricht an | Keine persönliche Interaktion möglich bzw. nur über den Kanalwechsel auf z. B. Live-Chat, Telefon |
| Reduziert: Geringer Design-Aufwand, Vorlagen für Text, Medien und Links, aber technischer Anspruch trotzdem da | Design-Aufwand für Medien wie Header, Bilder, Text und Formatierung, technische Anforderungen |
| Zukunftssicher: Integration mit einem WhatsApp Chatbot möglich; spart Ressourcen, da repetitive Aufgaben automatisiert werden | Keine direkte Interaktion möglich, trotzdem ist ein Chatbot auf der Website über den Webchat möglich |
Hürden von WhatsApp Newslettern
Bei dem WhatsApp-Newsletter gibt es auch Herausforderungen, warum Marketing und Unternehmenskommunikation zwei Minuten länger über die Umsetzung der WhatsApp-Kommunikation nachdenken
Datenschutzkonformität
Datenschutz und Einwilligung zur Ansprache via WhatsApp sind ein wichtiges Thema – und auch immer erstes Argument, WhatsApp Business im Unternehmen nicht einzuführen. Dem ist aber nicht so: Das Thema Datenschutz und Einwilligung zur WhatsApp-Kommunikation geht technisch einfach.
Um datenschutzkonform zu sein, müssen Kunden Opt-In- und Opt-Out-Möglichkeiten gegeben werden. Das ist Pflicht. Interessenten müssen zustimmen und auch sich auch wieder abmelden können. Dafür braucht es eine Kundendatenbank wie ein CRM-System. Hat Ihr Unternehmen kein CRM muss das nicht das Aus für die WhatsApp-Kundenkommunikation sein! Einen Newsletter dürfen Sie dann nicht versenden, aber sich mit Kunden via WhatsApp unterhalten, das geht über die Kunden-initiierte Kommunikation trotzdem.
Mehr zum Thema Einwilligung in die WhatsApp-Kommunikation erklären wir Ihnen ausführlich in diesem Artikel und, wie die Kommunikation geht, wenn Sie keine CRM haben. So holen Sie die Einwilligung für WhatsApp-Nachrichten ein: Opt-in für WhatsApp
Information Overload
Bombardiert mit unheimlichen vielen Botschaften ist auch die ständige Ping bei WhatsApp nicht immer erwünscht. Es gilt eine ausgewogene Kommunikation über die Social Dienst zu finden, die Abonnenten nicht nervt, sondern animiert und interessiert.
Technische Herausforderungen
Die Integration des Newsletters erfordert technisches Know-how und eine WhatsApp Business API. Wichtig ist es, im Vorfeld alle Vorrausetzungen wie CRM oder Kundendatenbank zu implementieren.
Anzahl der Nachrichten – Limitationen
Ein WhatsApp Business Account startet mit 1.000 proaktiven – also vom Unternehmen versendeten Nachrichten. Sie dürfen innerhalb von 24 Stunden versendet werden. Werden 500 Kontakte erreicht, springt das Kontingent auf die nächste Stufe, auf 10.000 proaktive Nachriten usw. Hier geht es zur offiziellen Meta-Seite über die Limitation der WhatsApp Masseages.
So funktioniert der Abo-Prozess in WhatsApp
Die Einwilligung ist das A und O bei der Implementierung eines WhatsApp-Newsletters. Aber lassen Sie mich Ihnen versichern: Das klingt schlimmer als es ist. Anbei finden Sie das Beispiel von ALDI Nord, wie der Discount-Riese den Newsletter umsetzt.
- Über den QR-Code (auch Click-to-Chat-Link) gelangt der Interessent auf den WhatsApp-Kanal von ALDI.
- Mit Abschicken von START wird die Datenschutzbestimmung bestätigt.
- Für personalisierte Prospekte kann der Abonnent (optional) eine PLZ eingeben.
- Der Abonnent bekommt aktuelle Angebote auf sein Smartphone.
- Mit Abschicken von STOP beendet der Abonnent das Abo in WhatsApp.


Anmeldezahlen steigern durch Click-to-Chat-Link
Dem Marketing sind keine Grenzen gesetzt. Der Weg zu WhatsApp führt über viele Marketingmaßnahmen. Anmeldezahlen für den WhatsApp Newsletter können über verschiedene Wege erhöht werden. Das Marketing-Team kann u.a. dafür folgende Wege nutzen:
- Über E-Mail-Newsletter auf WhatsApp-Kanal aufmerksam machen
- Über Print-Produkte via QR-Code den Zugang zum Kanal erleichtern
- An Ladenlokalen und Geschäftsstellen den QR-Code sichtbar anbringen
- Auf der Website die Kontakt-Seite ausbauen, das WhatsApp-Icon sticky mitlaufen lassen
- Den wa-me-Link auf dem Google Business Account veröffentlichen (erscheint im Google Maps Eintrag und kann direkt angeklickt werden
Newsletter technische umsetzen
Der WhatsApp Newsletter ist eine direkte, persönliche und unkomplizierte Art Kunden genau da zu erreichen, wo ihre Aufmerksamkeit liegt. Mit personalisierten und gewünschten Inhalten schaffen Unternehmen ein besseres Engagement, eine höhere Zufriedenheit und sparen Kosten. Nur wie setzten Sie den Newsletter nun technisch um? Im nächsten Beitrag zeigen wir Ihnen die Umsetzung vom Newsletter in WhatsApp Schritt für Schritt über das Contact Center und die Software Roger365.io.
Haben Sie jetzt bereits Fragen? Nutzen Sie gerne unseren WhatsApp-Kanal über das WhatsApp-Icon hier rechts im Bild.
Foto von Markus Spiske auf Unsplash
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