Zusammenfassung der IBM-Studie
Wie kommen Geschäftsführer und Geschäftsführerinnen in Zeiten von Künstlicher Intelligenz zu ihren Entscheidungen? Was besorgt Unternehmen oder wo sehen sie die größten Herausforderungen? Wie steht es um Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz in den Unternehmen? Die IBM-Studie „Wie CEOs im Zeitalter von KI entscheiden“ geht diesen und weiteren hoch aktuellen Fragen in der Geschäftswelt nach. In diesem Beitrag fassen wie Ihnen die wichtigsten Punkte zusammen.
Wie entscheiden CEOs
CEOs können sich heute nicht nur auf Finanzdaten verlassen. Früher entschieden Geschäftsführer nach Finanzlage, Geschäftsreports, Intuition und Erfahrung. Die Welt ist heute viel komplexer, die viel mehr Datengrundlage brauchen: Klimawandel, Nachhaltigkeit, Pandemie, Cyberattacken und Erwartungen der Beschäftigten an den Arbeitgeber konfrontieren Geschäftsführer mit vielen, wichtigen Entscheidungen. Da kann sich Führung schon mal so anfühlen, als ob man nie gewinnen könne. Es überrascht nicht, dass entscheidungsvereinfachende Tools, KI-gestützte Software zum Einsatz kommen soll.
Entscheidungen betreffen mehr als den Shareholder-Value und die KI scheint richtungsweisende Entscheidungshilfen liefern zu können. Und daran glauben die CEOs:
- 75 % der CEOs glauben, dass Unternehmen mit der bestentwickelten KI im Wettbewerb die Nase vorne haben werden.
- 50 % der CEOs integrieren bereits generative KI in Dienstleistungen und Produkte.
- 43 % nutzen generative KI als Basis für strategische Entscheidungen
Die 28. Ausgabe der IBM C-suite Study-Serie befragte 3000 CEOs aus mehr als 30 Ländern und 24 Branchen zu Führung, Entscheidungsfindung und Geschäftstätigkeit, ihre Nutzung von Daten, Technologien und ihr Ausblick auf die Zukunft. Durchgeführt wurden die Befragung und Interviews von IBM Institute for Business Value (IBM IBV) in Zusammenarbeit mit Oxford Economics. Und nicht selten sind plakative Aussagen der CEOs in der Studie zu finden: „KI überrascht, beeindruckt, erschreckt …“ oder „eine epische Herausforderung“.
Der Druck Technologien mit Künstlicher Intelligenz im Unternehmen einzusetzen ist hoch, das merken auch die CEOs, die zu 66 % von den Aufsichtsräten zu einer zeitnahen Nutzung von KI unter Druck gesetzt werden. Und 69 % der CEOs sehen sogar den Vorteil von KI, doch glauben nur 29 % ihrer Führungsteams, dass das Know-how für KI im Haus ist. Kurz gesagt: CEOs wollen doch ihre Teams bremsen den Innovationsdrang (S. 29). Der Einsatz von KI braucht Leitplanken für die Nutzung und es braucht Mitarbeitende, digital Experten und Expertinnen, die Wissen haben. Dabei hat die Mehrheit der CEOs die Belegschaft zum Vorteil von KI weder reduziert noch versetzt. 46 % wollen Belegschaft einstellen (S. 25).
Und ja, vielen CEOs der befragten Unternehmen fällt die Einführung der KI noch schwer. Die wichtigsten Quellen, um zu einer Entscheidung zu kommen sind daher weiterhin:
- Betriebsrat (76 %)
- Finanzdaten (75 %)
- internen Input von Mitarbeitenden (63 %)
Seit im Jahr 2022 ChatGTP die Massentauglichkeit von Sprachbots belegte, wissen auch Geschäftsführer, dass die Belegschaft diese nutzen, ob es erlaubt ist oder nicht. Bereits Regeln im Umgang mit der KI sind eine Herausforderung. Einige Branchen verbieten sogar KI am Arbeitsplatz für Mitarbeitende (z. B. Banken oder Versicherungen).
Hindernisse KI einzuführen
Den die Herausforderungen bei der KI sind nicht von der Hand zu weisen: Die Angst bzw. Skepsis der Mitarbeitenden gegenüber der neuen Technologie, ethische Fragen und die Sicherheit der Anwendung spielen eine Rolle bei der Entscheidung. Die größten Hürden sind aber die Daten (S. 20).
- 61 % haben Bedenken zu Datenherkunft und Datenursprung
- Cybersicherheit ist bei 57 % eines der höchsten Bedenken
- Angst vor Regulierungen haben 53 % der CEOs
- 48 % haben Angst, dass die Daten nicht stimmen, diskriminieren und ungenau sind
Die CEOs müssen sich auf ihre Chief Data Officer verlassen: 61 % der Befragten sagen, dass ihre Betriebsdaten sicher und geschützt sind, gleichzeitig kämpfen sie mit Datenzuverlässigkeit (47 %), gesetzliche Hindernisse (37 %), Unklarheiten, wem die Daten gehören (36 %) und der schlechten Datenintegration (33 %) (S. 35).
Eine Frage der Priorität
Die IBM-Studie fragt auch immer nach den Prioritäten der CEOs für strategische Entscheidungen. Wo es im Jahr 2022 noch die Kundenerfahrung (58 %) war, gibt es 2023 eine neue Nummer 1, wobei der Wunsch nach der besten Kundenerfahrung weiterhin oben bleibt:
- Produktivität/Profitabilität (48 %)
- IT-Modernisierung (45 %)
- Kundenerfahrung (44 %)
Was sind die größten Herausforderungen der nächsten drei Jahre? Das beantworten CEOs in der Studie mit der Nachhaltigkeit. Mit Blick auf die Skepsis gegenüber den Daten, aber dem Wissen, dass Daten wichtig sind, um gute Entscheidungen zu treffen, erstaunt nicht, dass Cybersicherheit und IT-Modernisierung direkt folgen.
- Ökologische Nachhaltigkeit (42 %)
- Cybersicherheit (32 %)
- IT-Modernisierung (27 %)
- Recruiting & Mitarbeiterbindung (25 %)
- Ökosysteme und Partnerschaften (21 %)
Handlungsempfehlungen
Der Report gibt Handlungsempfehlungen, welche Punkte CEOs priorisieren sollten, um Entscheidungshilfen mit KI zu verbessern. Die Bereiche sind:
- Führung
- Kennzahlen und Entscheidungsfindung
- Belegschaft
- Technologien und Daten
- Ökosystem und Partner
Hier sind interessant das Ökosystem und Partner. Es heißt:
„Schaffen Sie durch Vereinfachung, Digitalisierung und Partnerschaften ein widerstandsfähiges Unternehmen. Nutzen Sie offene Innovation; verbinden Sie externe und offene Daten. Bauen Sie gemeinsam eine Plattform mit offener Hybrid-Technologie, die skalierbar und optimiert ist auf Ihr Unternehmen und das Ökosystem.“
Wir arbeiten mit der Microsoft-Welt. Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, Microsoft einzuführen empfehle ich Ihnen diese Beiträge:
Mit Microsoft Teams in Sicherheit investieren.
Microsoft Azure: Kosten und Vorteile
Microsoft Teams = Kosten oder Invest?
Weiter heißt es im Report:
„Suchen Sie Schlüsselpartner im Ökosystem aus. Evaluieren Sie die Stärken derzeitiger und möglicher Partner. Der Fokus muss auf existierende und potenzielle Partner gelegt werden, die gemeinsam auf den Gesamterfolg hinarbeiten möchten und auch die Erfahrung in dem Bereich haben.“
Wenn Sie Partner suchen für die IT-Modernisierung, empfehle ich Ihnen diese Beiträge:
IT-Projekte planen und umsetzen – Erfahrung aus 25 Jahren IT
Digitalisierung – Vorteile für Geschäftsführer
25 Jahre Erfahrung – Tipps zum neuen Jahr 2024
Den Report können Sie hier downloaden. Dort finden Sie auch eine PDF-Version in Deutsch.
Bessere Entscheidungen
Wir können Ihnen wichtige Entscheidung in Ihrem Unternehmen nicht abnehmen, aber wir können ein guter Partner sein in den Punkten IT-Modernisierung z. B. Microsoft, CRM-Software, Contact-Center-Software, Verbesserung der Kundenerfahrung und auch für den Kundenservice ein Partner in Sachen Künstlicher Intelligenz. Zum Thema KI im Kundenservice haben wir einen eigenen Beitrag: Künstliche Intelligenz im Contact Center.
Foto von Joel Filipe auf Unsplash
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